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Geboren bei 333.13 ppmV CO2

Wie viel Grad Klima-Erwärmung werden wir noch erleben?

veröffentlicht: 09.09.2021 · Franziska Köppe | madiko

Im Alltag oft schleichend tragen wir über unsere Entscheidungen und Handlungen zu Veränderungen in der Gesellschaft und auf unserem Planeten bei. Bereits im Jahr 1824 entdeckte der Physiker und Mathematiker Jean Baptiste Joseph Fourier den Treibhauseffekt. Seither haben Wissenschaftler:innen Theorien und Studien zum Klimawandel weiterentwickelt und unsere Wissensbasis verfeinert.

Aktualisierung am 16.09.: In einer früheren Version schrieb ich “Geboren bei 330,73 ppm”. Das entspricht jedoch dem Wert für Haiwaii in meinem Geburtsmonat.

Foto: Planet Erde: Aufnahme aus dem All der nördlichen Halbkugel – Europa / Afrika
Marcel Clemens

Aus Annahmen wurde Gewissheit: Der Mensch hat in den vergangenen 150 Jahren entscheidend zu den klimatischen Veränderungen beigetragen. Und so schlagen bereits seit vielen Jahrzehnten internationale Konsortien – wie beispielsweise seit 1988 die Forschergruppe IPCC – Alarm. Denn gleichwohl bedeutet “menschgemacht” ja auch: Wir können Einfluss auf die weitere Entwicklung unserer Lebensgrundlagen nehmen. Wir sind dem Klimawandel nicht hilflos ausgeliefert, selbst wenn sich das auf individueller Ebene so anfühlen mag.

Doch irgendwie scheint das bei der Mehrzahl der Bevölkerung und vor allem in den Entscheidungsgrundlagen unternehmerischen Handelns nicht anzukommen. Zwei Ursachen können wir adressieren: Erstens, dass wir allgemein verständlich erklären, worum es geht. So können wir mehr Menschen ermächtigen, über die Thematik zu sprechen. Denn Erkenntnis ist der erste Schritt zu Sinn. Und Sinn ist Grundbedingung für kluges Handeln und Umsetzen. Zum Zweiten gilt es, die Dringlichkeit und direkte Betroffenheit des Klimawandels herauszuarbeiten – ein starker Motivator für Transformationsprozesse.

Wetter, Witterung, Klima – wovon reden wir eigentlich?

Das Klima ist der mit meteorologischen Methoden ermittelte Durchschnitt der dynamischen Prozesse in der Erdatmosphäre.

Quelle: Klima (Wikipedia, abgerufen am 08.09.2021)

Die statistischen Durchschnitte der Klimawerte werden von Fachleuten bezogen auf

  • kleinräumige Örtlichkeiten (Meso- beziehungsweise Regional-Klima),
  • kontinentale Dimensionen (Makro-Klima) oder
  • den ganzen Globus (Welt-Klima).


Dabei betrachten sie die geographischen Gebiete über einen längeren Zeitraum, um kurzfristige (Wetter) und mittelfristige (Witterung) Schwankungen im Jahresverlauf von langfristigen Trends (Klima) statistisch unterscheiden zu können:

Lufttemperatur, Niederschlag, Sonnenschein und andere Klimaelemente schwanken nicht nur von Tag zu Tag, sondern auch von Jahr zu Jahr stark. Um eine statistisch belastbare Beschreibung des Klimas im Mittel, seiner typischen Abweichungen und Extremwerte zu gewährleisten, wird in der Klimatologie ein längerer Zeitraum […] herangezogen.

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Betrachtungszeitraum Klimareferenzperiode

Die Weltorganisation für Meteorologie (engl. World Meteorological Organization, kurz WMO) legte als Betrachtungszeitraum einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren fest, genannt Klimareferenzperiode, auch Klimanormwertperiode.

Generell sollen Klimareferenzperioden ermöglichen, den aktuellen Witterungszustand sowohl zum gegenwärtigen Klimazustand einer Region, als auch zur langfristigen Entwicklung des Klimas in der Region in Beziehung zu setzen.

Quelle: Klimatologische Referenzperiode im Glossar des DWD

Abweichungen der Jahresmitteltemperaturen für Deutschland 1881-2020 vom vieljährigen Temperaturmittel 1961-1990 sowie die vieljährigen Temperaturmittelwerte der 30-Jahresperioden 1971-2000, 1981-2010 und 1991-2020.. Bild: copy Deutscher Wetterdienst

Abweichungen der Jahresmitteltemperaturen für Deutschland 1881-2020 vom vieljährigen Temperaturmittel 1961-1990 sowie die vieljährigen Temperaturmittelwerte der 30-Jahresperioden 1971-2000, 1981-2010 und 1991-2020.
[ 2021 Deutscher Wetterdienst ]

Das Klima verändert sich – im Vergleich zum sich ständig wechselnden Wetter – also sehr langsam. Das Sinken der Temperatur um 5°C von einem Tag auf den nächsten bedeutet somit etwas ganz anderes als eine Abkühlung des Klimas um 5°C. Im letzten Fall würden wir uns in einem Klima wie in der letzten Eiszeit wiederfinden und Nordeuropa sowie Nordamerika wären dann wieder von dicken Eispanzern bedeckt.

Aktueller Referenzzeitraum der WMO ist 1991 bis 2020 (WMO Guidelines on the Calculation of Climate Normals 2017). Klimatologen nennen diesen auch erlebtes Klima, womit sie sich auf die gelebte Erinnerung der Bevölkerung beziehen.

Für Normen, etwa im Bereich Infrastruktur, Bebauung und Energieerzeugung, wird die neue Klimanormalperiode 1991-2020 in den nächsten Jahren eine große Rolle spielen. […] Ein einfacher Umstieg (auf die neue Klimareferenzperiode, A.d.R.) reicht aber in Zeiten starker Erwärmung nicht aus. Für die langfristige klimatologische Einordnung empfiehlt die WMO deshalb weiterhin, die Periode 1961-1990 zu betrachten.

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Weitere klimatologische Referenzperioden, die zu Trendanalysen in Sachen Klimawandel herangezogen werden, sind 1901–1930 und 1931–1960. Siehe auch Erläuterungen zu den Karten der Normalwerte beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Glocal Climate Change

Temperatur-Diagnose für Stuttgart: +4,3°C

Sehe ich mir die durchschnittlichen, lokalen Temperaturen von 1960 und 2018 im Vergleich an, so stelle ich erschrocken fest, dass Stuttgarts Jahresmittel 2018 bei +4,3°C gegenüber von 1960 liegt. Selbst als Laie ist der Trend in der Graphik eindeutig zu erkennen: Die Jahrestemperatur-Mittelwerte im betrachteten Zeitraum steigen.

Glocal Climate Change Stuttgart 1960 bis 2018 (durchschnittliche, lokale Jahrestemperaturen). Bild: copy European Data Journalism Network (EDJNet)

Glocal Climate Change Stuttgart 1960 bis 2018 (durchschnittliche, lokale Jahrestemperaturen)
[ 2021-09-08 (abgerufen) European Data Journalism Network (EDJNet) ]

Hinter diesem OpenData-Projekt steht übrigens das European Data Journalism Network (EDJNet). EDJNet bereitete für die “Heatmap” (im wahrsten Sinne des Wortes!) sämtliche Daten von mehr als 100.000 Kommunen aus 35 Ländern auf. Die Datenbasis lieferte UERRA, die wiederum erhoben wurden im Rahmen von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der ESA, und vom European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF). Mehr Hintergrundinformationen veröffentlicht Ornaldo Gjergji via Glocal Climate Change. Da kannst Du dann auch für Hinterdupfingen sehen, wie das örtliche Thermometer während der letzten achzig Jahre klettert.

Der Klimawandel
und seine Ursachen

Wir befinden uns also schon mitten im Wandel des Klimas. Denn klimatische Veränderungen sind nicht nur die schmelzenden Eisberge in der Arktis und Antarktis oder sich weiter ausbreitende Wüsten in Afrika und Südspanien. Es ist auch die schleichende Veränderung im eigenen Hinterhof und Garten, im Stadtpark, von Feld, Wald und Wiese vor unserer Haustür.

Klimawandel

Im Verlauf der Erdgeschichte hat sich das Klima ständig gewandelt, wobei auch immer wieder klimatische Extreme auftraten […] In den vergangenen 11.500 Jahren war das Klima der Erde relativ stabil, was dazu beigetragen hat, dass sich die moderne Gesellschaft entwickeln konnte. […]

Auf der Nordhalbkugel der Erde war die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur in den letzten 1.000 Jahren vor Beginn der Industrialisierung relativ konstant. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist ein Anstieg der globalen Temperatur zu beobachten, der als globale Erwärmung und als Klimawandel bezeichnet wird: Vom Beginn der Temperaturaufzeichnung im Jahr 1880 bis 2016 nahm die globale durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur um mehr als 1°C zu.

Mögliche Ursachen für den über die letzten beiden Jahrhunderte wahrgenommenen Wandel des Klimas sind:

  • natürliche Schwankungen
  • Sonnenaktivität
  • Vulkanismus
  • menschliche Einflüsse

In der Frage, welcher der oben genannten Faktoren die im wahrsten Sinne des Wortes “treibende” Kraft hatte, so wissen wir heute, dass es der Mensch ist.

Der Mensch
als Treiber des Klimawandels

Änderung der globalen Oberflächentemperatur (jährliche Mittel) aus Beobachtungsdaten und simuliert unter Berücksichtigung von menschlichen & natürlichen sowie nur natürlichen Faktoren (jeweils 1850-2020)<br>2021-08 IPCC Bericht (Presse-Info). Bild: copy IPCC, Deutsche Koordinierungsstelle

Änderung der globalen Oberflächentemperatur (jährliche Mittel) aus Beobachtungsdaten und simuliert unter Berücksichtigung von menschlichen & natürlichen sowie nur natürlichen Faktoren (jeweils 1850-2020)
2021-08 IPCC Bericht (Presse-Info)
[ 2021-08 IPCC, Deutsche Koordinierungsstelle ]

Einer der Hauptfaktoren, mit denen der Mensch den Klimawandel verursacht, sind die menschengemachten Treibhausgase.

Wie stark die CO2 , CH4 und N2O Emissionen zum menschengemachten Treibhauseffekt beitragen, hängt von ihrer Konzentration in der Erdatmosphäre (Menge) und von ihrem Treibhausgas-Potenzial (Wirkung) ab.

Obwohl das Erwärmungspotenzial (bezogen auf 100 Jahre) von CO2 (1) deutlich kleiner ist als das von CH4 (28) und N2O (265) ist der Beitrag der CO2-Emissionen zum gesamten menschengemachten Treibhauseffekt mit 66% am größten, da durch unsere Aktivitäten viel größere Mengen davon ausgestoßen werden.

Beitrag zum Treibhauseffekt durch Kohlendioxid und langlebige Treibhausgase. Bild: copy National Centers for Environmental Information (NOAA) / Umwelt Bundesamt

Beitrag zum Treibhauseffekt durch Kohlendioxid und langlebige Treibhausgase
[ 2021-09-09 (abgerufen) National Centers for Environmental Information (NOAA) / Umwelt Bundesamt ]

Die Folgen des Klimawandels

Die jüngsten Klimaveränderungen sind weitverbreitet, schnell, verstärken sich und sind seit Jahrtausenden beispiellos. Es ist eindeutig, dass Aktivitäten des Menschen den Klimawandel verursachen. Der Klimawandel wirkt sich bereits jetzt auf alle Regionen der Erde in vielfältiger Weise aus. Die Veränderungen, die wir erleben, werden mit weiterer Erwärmung zunehmen.

IPCC, Deutsche Koordinierungsstelle

Die Folgen des Klimawandels machen sich bemerkbar an der

  • globalen Erwärmung der Atmosphäre
  • Ausdünnung der Ozonschicht
  • Steigende Anzahl klimaverändernder Aerosole
  • Erwärmung und Versauerung der Ozeane
  • steigende Meeresspiegel
  • Rückgang von Eis und Schnee plus auftauenden Permafrostböden
  • Veränderte Niederschläge zwischen Dürre und Flut
  • Wetterextreme
  • Verschiebungen jahreszeitlicher Schwankungen
Klimawandel in Deutschland: Beobachtete Veränderungen des Klimas. Bild: copy Deutscher Wetterdienst (DWD) / Deutsches Klima-Konsortium e.V. (DKK)

Klimawandel in Deutschland: Beobachtete Veränderungen des Klimas
[ 2019-11-26 Deutscher Wetterdienst (DWD) / Deutsches Klima-Konsortium e.V. (DKK) ]

Wer mehr und in leicht verständlicher Form darüber erfahren möchte, dem sei das Büchlein “Kleine Gase – Große Wirkung” von David Nelles und Christian Serrer empfohlen:

'Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel'
"Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel"

Was ist der Klimawandel? Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter? Wie funktionieren die chemischen, biologischen und chemischen Prozesse und Effekte der Natur? Wie stark trägt der Mensch zur globalen Erderwärmung und den daraus resultierenden klimatischen Veränderungen bei? Welche Auswirkungen hat das auf uns – auf Gesundheit, Nahrungsketten, Wohlbefinden und Wohlstand? Mit dem Klimawandel-Buch bündeln David Nelles und Christian Serrier kompakt und allgemein verständlich alle wichtigen Fakten und wissenschaftlichen Quellen. Zahlreiche Illustrationen und Grafiken sowie ein umfassendes Online-Literatur-Verzeichnis ergänzen das fundierte Wissen. Ein Buch, das in keiner Firmen-Bibliothek fehlen sollte!

zur EnjoyWork LeseLust

2018-12 · David Nelles & Christian Serrer

Alle Faktoren und Beobachtungen hängen dabei in einem komplexen wie fragilen System zusammen, bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Wissenschaftler:innen sprechen auch von klimatischen Kipppunkten, die die Irreversibilität des Klimawandels thematisieren.

Ein anhaltender ungebremster Ausstoß von Treibhausgasen würde zu einer weiteren Erwärmung und zu Veränderungen in allen Komponenten des Klimasystems führen. (Bisher beobachtete Veränderungen würden dabei verstärkt.) Es würden in allen Regionen der Erde, über Land und in den Ozeanen, im Wasserkreislauf, in der Kryosphäre, beim Meeresspiegel, bei einigen Extremereignissen und bei der Ozeanversauerung Änderungen stattfinden. […] Viele Veränderungen würden über Jahrhunderte andauern, auch wenn die Treibhausgasemissionen gestoppt werden.

IPCC, Deutsche Koordinierungsstelle

Klimakrise
und Zerstörung der Ökosysteme

Auf dem Weg zum unbewohnbaren Planeten

Die Irreversibilität der Veränderung ökologischer Systeme in ihrer Regeneration ist einfach noch nicht begriffen worden. Wenn wir diese Kipppunkte erreichen, wo das Klima kippt, wo die Biodiversität kippt, wo die Ozeane kippen, dann können wir nicht einfach sagen “Wir schalten diese Technologie wieder aus”. Wir haben komplett veränderte Lebensgrundlagen für die Menschheit, für die nächsten Generationen.

Und das wird in keiner ökonomischen Kalkulation adäquat berücksichtigt. Das ist nicht mal planbar oder prognostizierbar. Und deshalb ist die Risikohierarchie in der Richtung umzudrehen. Und das World Economic Forum schreitet ja inzwischen voran, wo ich mich auch wirklich frage: Wenn die CEOs und wirtschaftlichen Entscheider dieser Republik und der Welt inzwischen sagen: Von den Top 6 globalen Risiken sind 5 ökologisch und das sechste: Massenvernichtungswaffen, dann ist doch einfach die Zeit vorbei, wo man darüber reden muss, ob jetzt Ökologie was kosten darf.

Prof. Dr. Maja Göpel

Politökonomin, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforschung

Quelle: Bundespressekonferenz am 12.03.2019 (via Jung&Naiv)

Die Geschwindigkeit (des Klimawandels, A.d.R.) ist unglaublich hoch. Und wir Menschen sind langsam. Vor allem sind wir sehr viel langsamer als wir Klimaprobleme hatten in der Menschheit. Daher sind wir bisher davor weggelaufen […]. Wir sind aber nicht hilflos. Die Sicherung ist zwar schon rausgeflogen und alle Lämpchen leuchten rot. Doch es gibt Lösungen.

Prof. Dr. Karen Helen Wiltshire

Stellv. Direktorin des Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Quelle: Bundespressekonferenz am 12.03.2019 (via Jung&Naiv) [ 11'43'' ]

Soweit zu den allgemeinen wissenschaftlichen Grundlagen. Was hat das alles mit mir, mit uns hier und heute zu tun?

Prognose Klimaerwärmung
und Generationen

Müssten diese Werte, Grafiken und Karten nicht ausreichen, Menschen in Alarmbereitschaft und ein Umsteuern zu bewegen? Offensichtlich reichen Informationen nicht aus. Es fehlt der Bezug zur eigenen Relevanz, zur individuellen Realität.

Via Social Media begegnete mir seit einiger Zeit immer wieder eine Graphik der TAZ, die mich nicht loslässt. Entwickelt hat sie Hans Hack, Software Ingenieur bei Datawrapper. Er fragte sich, wie viel heißer das Klima im Verlauf des eigenen Lebens werden wird (“How much hotter will it get in your lifetime?”). Er hatte festgestellt, dass es bei den allgemein bekannten Darstellungen der Prognosen wissenschaftlicher Analysen schwer war, sie in Bezug zum eigenen Leben und dem nachfolgender Generationen zu setzen.

Er nahm sich also die globalen Temperatur-Daten von Raftery et al. aus dem Jahr 2017 vor – das wahrscheinlichste Szenario, mit dem wir heute konfrontiert sind. Dieses kombinierte er mit der durchschnittlichen Lebenserwartung der einzelnen Generationen in Deutschland von Destatis (Datenbasis 2017/19). Heraus kommt diese Grafik:

Wie viel Grad Erderwärmung wirst Du noch erleben? . Bild: copy Hans Hack | Datawrapper

Wie viel Grad Erderwärmung wirst Du noch erleben?
[ 2021-09-08 (abgerufen) Hans Hack | Datawrapper ]

Wie stehen die Aussichten?

Mich interessierte zur Graphik dann noch die erweiterte Sicht auf mein eigenes Leben nach “links” (Vergangenheit) und “rechts” (Prognose) in dieser Darstellung. Fündig wurde ich bei The Guardian, die eine interaktive, graphische Darstellung mit Deinen eigenen Daten anbieten. Sie prognostizieren in der Graphik die Szenarien, sofern wir die CO2-Emissionen nicht in den Griff bekommen:

Climate Change: How hot it will get during my lifetime depending on further CO2 emissions. Bild: copy The Guardian / Environment

Climate Change: How hot it will get during my lifetime depending on further CO2 emissions
[ 2021-09-08 (abgerufen) The Guardian / Environment ]

Ich bin geboren bei 333,13 ppmV CO2 1, mit dem die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wissenschaftlich beschrieben wird. Am 06.09.2021 stehen wir bei 413.23 PPM CO2.

[ 1 ] 1 ppmV = 10−6 = 1 Teil pro Million = 0,0001 %, angegeben als Molenbruch

CO2 kann bis zu 1.000.000 Jahre in der Atmosphäre verweilen2. Das ist eine verflixt lange Dauer, bis das Treibhausgas durch chemische oder physikalische Prozesse aus der Atmosphäre entfernt bzw. abgebaut wird.

[ 2 ] Quelle: “Kleine Gase – Große Wirkung” (2018), Seite 36.

Fazit & Ausblick

Seit frühester Kindheit beschäftigt mich der Einfluss des Menschen auf die Natur. Ich bin ein Natur-Mensch. Einen gesunden Wald, satte Wiesen und üppige Felder, klare Luft und plätschernde oder rauschende Gewässer sind mir wichtig. Ich genieße sie, wenn ich sie erlebe.

Stille Ziele: Frickenhofen / Hohenlohe / Baden-Württemberg / Deutschland. Bild: cc Franziska Köppe | madiko

Stille Ziele: Frickenhofen / Hohenlohe / Baden-Württemberg / Deutschland
[ 2021-08-10 Franziska Köppe | madiko ]

Es ist mir ein Anliegen, dass auch zukünftige Generationen einen blauen Himmel mit Wolken sehen werden, nicht um Süßwasser-Vorräte oder die nächste Ernte in den Krieg ziehen müssen und ausreichend Land und Boden haben, um ihr Leben im Einklang mit der Natur gestalten zu können.

Stille Ziele: Frickenhofen / Hohenlohe / Baden-Württemberg / Deutschland. Bild: cc Franziska Köppe | madiko

Stille Ziele: Frickenhofen / Hohenlohe / Baden-Württemberg / Deutschland
[ 2021-08-10 Franziska Köppe | madiko ]

Muss man es erlebt haben, nicht in einen prall gefüllten Supermarkt gehen zu können und nach Lust des Gaumens und gefülltem Geldbeutel zugreifen zu können? Zu DDR-Zeiten hießen Obst- und Gemüse-Läden “Fliesen-Geschäft”. Nicht, dass ich mich nach diesen Zeiten zurücksehne. Mich hat diese Erfahrung jedoch demütig gemacht. Und nachdenklich, wie wir mit den wertvollsten unserer Ressourcen – mit einem gesunden Planeten – so lieblos umgehen.

Felder & Wiesen an einem lauen Sommerabend / Maitis / Baden-Württemberg / Deutschland. Bild: cc Franziska Köppe | madiko

Felder & Wiesen an einem lauen Sommerabend / Maitis / Baden-Württemberg / Deutschland
[ 2021-08-08 Franziska Köppe | madiko ]

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