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Schloss Tempelhof

In Gemeinschaft leben und arbeiten

Vier Generationen leben und arbeiten gemeinsam an einem Ort. Mit der eigenen biologischen Landwirtschaft versorgt sich die Genossenschaft selbst. Sie gehen unterschiedlichsten Gewerken und Berufen nach, gründeten eine freie Schule und laden regelmäßig Gäste zum Wissens- und Erfahrungs­aus­tausch zu sich auf Schloss Tempelhof ein.

Begonnen hat alles 2007, als sich 20 Menschen aus dem Großraum München aufmachten, ihren Lebens­traum einer Solidargemeinschaft zu verwirklichen. Im nord­öst­lichen Teil Baden-Württem­bergs fanden sie 2010 in der Gemeinde Kreßberg ihr neues zu Hause. Heute wohnen im Dorf 155 Menschen.

Als Teil der #glskoop schreibe ich die Tempelhof-Chroniken in der Tradition der Dorf­schreiber weiter und nehme Dich mit auf meine Reise.

Foto: Schloss Tempelhof - Dorf zur Zeit der Gründung
Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof / Martina Jacobson

Ich bin heute definitiv jemand anderes als noch vor fünf Jahren, bevor ich an den Tempelhof kam. Ich habe das Gefühl, ich bin viel vollständiger. Ich bin immer noch auf dem Weg. Ich bin jedoch klarer in Bezug auf meine Stärken und meine Schwächen, meine sozialen Fähigkeiten und kenne mich selbst viel genauer durch den Spiegel der Gemeinschaft. Dadurch bin ich glücklicher. Näher an mir und in Verbindung mit mir selbst.

Martina Jacobson

Genossin und Aufsichtsrätin Schloss Tempelhof

Dies war die Antwort von Martina Jacobson, auf die Frage, wer sie ist. Martina ist Genossin und Aufsichtsrätin der Gemeinschaft Tempelhof, einer Solidargemeinschaft in der Baden-Württem­bergi­schen Gemeinde Kreßberg. Im Februar hatte ich die Gelegenheit, sie zu besuchen und mit ihr und anderen Menschen im Dorf zu sprechen.

Seither ist viel passiert und ein Zusammenwirken für EnjoyWork — Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft entstand. Wie fruchtbar die Zusammenarbeit ist, machen wir in den nächsten Wochen und Monaten sichtbar. Bleib neugierig.

Heute werde ich Dir zunächst mehr über die Menschen und das Dorf selbst erzählen. Lehn Dich zurück, nimm Dir ein wenig Zeit. Wie in all meinen Multimedia-Reportagen kratzen wir nicht nur an der Oberfläche, sondern gehen den Dingen auf den Grund.

Was ist das Besondere am Tempelhof?

In der Reflexion, was mich an dieser Gemeinschaft fasziniert, interessiert mich vor allem die Frage: Wie verbinden hier die Menschen Leben und Arbeiten zu einem sinnstiftenden Ganzen? Was verändert sich für sie am Schlosshof, werden sie Teil der Solidargemeinschaft? Woher nehmen sie ihren Mut zum Wandel?

Lass mich Dich mitnehmen auf meine Reise des Verstehens. Eine Reise, die mir im Rahmen der #glskoop, der Blog-Kooperative der GLS Gemeinschaftsbank, ermöglicht wurde. Vielen Dank an die Kollegen nach Bochum. Es ist schön, ein Teil Eurer Initiative zu sein.

Im fränkisch geprägten Nord-Osten Baden-Württembergs liegt die Gemeinde Kreßberg. Dort wo sich A6 von Heilbronn nach Nürnberg und A7 von Würzburg nach Ulm kreuzen. Inmitten der ländlich-hügeligen Landschaft liegt das Dorf Tempelhof.

31 ha Boden – bestehend aus 4 ha Baugrund mit zahlreichen Gebäuden und 27 ha Agrarland – bieten Raum für gemein­schaftliches Wohnen und vielfältige Möglichkeiten für gewerbliche Betriebe und kreative Projekte.

Heute leben im Dorf 105 Erwachsene und 50 Kinder. Insgesamt bietet Schloss Tempelhof Raum zur Entfaltung für zirka 200 Personen.

Auf dem Gelände gibt es Wohnhäuser, Werkstätten und Gewerbeflächen, ein Seminar- und ein Gästehaus, eine Mehrzweckhalle mit Bühne, eine freie Schule, Landwirtschaftsgebäude, eine Großküche mit gemeinsamem Speisesaal, das namensgebende Schloss und ganz viel Natur.

Foto: Schloss Tempelhof - Ortseingangsschild
madiko

Schloss Tempelhof

Die Multimedia-Reportage im Überblick

· Teil 1 ·

Gemeinschaftlich in Besitz und verantwortet


veröffentlicht: 2017-10-25
letztes update: 2018-12-26

· Teil 2 ·

Partizipation für kluge Entscheidungs­prozesse


veröffentlicht: 2017-10-25
letztes update: 2018-12-26

· Teil 3 ·

Solidargemeinschaft – eine Schule des Lebens und Arbeitens


veröffentlicht: 2017-10-25
letztes update: 2018-12-26

· Teil 4 ·

Eigenverantwortlich in einer Gemeinschaft


veröffentlicht: 2017-10-25
letztes update: 2018-12-26

Ausblick und eigenes Erleben

Ich freue mich, was in Kooperation von Tempelhof und EnjoyWork entstehen und wachsen kann. So waren die Tempelhofer unter anderem Teil des Forschungsprojektes von Tim Weinert / Universität Leuphana: Mehr Sinn in der Arbeit durch demokratische Personalprozesse. Wir sprachen darüber (siehe da). Zudem wird Tim seine Forschungsergebnisse beim EnjoyWorkCamp zur Diskussion stellen [ Nachtrag: zur Session-Dokumentation ]. Vertreter der von ihm erforschten Unternehmen — so auch Michael Selig vom Schloss Tempelhof — werden ebenfalls vor Ort sein.

Wer sich in Entscheidungs­prozessen und neuen Rollen für Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft weiter­bilden will, geht am besten gemeinsam mit Gebhard Borck und Joan Hinterauer auf Perspektivreise Mittelstand oder besucht die All-Leader. Werkstatt für Neue Arbeitskultur am Tempelhof.

Ich kann es Dir, geneigtem Leser, nur empfehlen, Dir vor Ort selbst ein Bild zu machen. Schloss Tempelhof muss man erleben, um es wirklich zu begreifen.

Bleib neugierig,

Diese Multimedia-Reportage erschien in adaptierter Form auf dem GLS-Bank-Blog als Teil der #glskoop.

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