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In Gemeinschaft leben und arbeiten: Schloss Tempelhof

Teil 1: Gemeinschaftlich in Besitz und verantwortet

aktualisiert: 26.12.2018 · Franziska Köppe | madiko

Die Bewirtschaftung des Tempelhofs dient der Selbstversorgung der Gemeinschaft und Gäste mit bio­logischen Lebensmitteln. Inzwischen beziehen auch rund 20 Familien von außerhalb und einige Gaststätten Gemüsekisten. Dabei legen die Menschen hier viel Wert auf die Wiederherstellung und Erhaltung natürlicher Kreisläufe und Permakultur.

Foto: Schloss Tempelhof: Vogelperspektive
Schloss Tempelhof

20 Frauen und Männer arbeiten im Ackerbau, in der Gärtnerei, Imkerei, Bäckerei, der Tier­hal­tung und in der Kantinen­küche. Sie verwirklichen eine solidarische Landwirtschaft, die alle gesund und umfassend ernährt.

Schloss Tempelhof: Imker und Bienen. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Imker und Bienen
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

In der Gärtnerei werden über 50 Gemüsesorten und vielerlei Kräuter und in 3 großen Foilienhäusern angebaut. Mehrere Getreidesorten liefern das Mehl für Brot und Kuchen. Hühner und Bienen bringen die Gemeinschaft in den Genuss von Fleisch, Eiern und Honig. Für die Versorgung mit Obst werden derzeit Streuobstwiesen in der Umgebung gepachtet. […]

Eines unserer Herzensanliegen ist die Pflege unseres Bodens, unserer Lebensgrundlage. Dies muss jedoch Hand in Hand mit der Pflege unserer Beziehungen gehen. Wir möchten daher ein Bewusstsein für unsere Umgebung und unsere Nahrung kultivieren, indem wir die Jahreszeiten feiern und Gemeinschaft wie Gäste dazu einladen ein Teil unseres Betriebsorganismus zu werden.

Durch das Wirtschaften nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft, wollen wir eine größtmögliche Ernährungssouveränität am Tempelhof erreichen. Die Erzeugung unserer Lebensmittel und die Zubereitung in der Küche werden gemeinschaftlich finanziert und getragen.

Darüber hinaus versorgen wir den Landgasthof Walkmühle mit frischem Gemüse und im Frühjahr kaufen die regionalen GärtnerInnen gerne ihre Jungpflanzen bei uns.

Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Biobrot, frisch gebacken. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Biobrot, frisch gebacken
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Schloss Tempelhof: Gemüsefelder und Gewächshäuser solidarische Landwirtschaft. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Gemüsefelder und Gewächshäuser solidarische Landwirtschaft
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Weitere 30 Arbeitsplätze entstanden im TempelHofLaden, im SchlossCafé, dem Gästehaus, dem Seminar- und Veranstaltungshaus, dem Energie- und Baubereich, der Verwaltung und in der freien Schule.

Schloss Tempelhof: Schulung in Permakultur. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Schulung in Permakultur
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Schloss Tempelhof: Bau der Wohnwabe in Waldtann durch Genossen. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Bau der Wohnwabe in Waldtann durch Genossen
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Schloss Tempelhof: Feierliche Einweihnung Wohnwabe am Earthship. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Feierliche Einweihnung Wohnwabe am Earthship
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Freie Schule für Kinder vom Tempelhof und der Gemeinde. Bild: copy Schloss Tempelhof

Freie Schule für Kinder vom Tempelhof und der Gemeinde
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Privatbesitz an Grund und Boden gibt es nicht. Um das Objekt jeglicher, künftiger Bodenspekulation zu entziehen, erwarb die gemeinnützige grund-stiftung am Schloss Tempelhof die Liegenschaft. Per Erbpachtvertrag mit 99 Jahren Laufzeit vergab sie die Liegenschaft an die Schloss Tempelhof Genossenschaft. Die Genossenschaft ist die demokratische Rechtsform für die Verwaltung der solidarischen Betriebe. Jede/r Genosse/in hat unabhängig von der Höhe seiner Einlage das gleiche Stimmrecht.

Schloss Tempelhof: Morgenkreis. Bild: copy Schloss Tempelhof

Schloss Tempelhof: Morgenkreis
[ 2017-10 Schloss Tempelhof ]

Wie ernst die Tempelhofer diese Grundprinzipien der Demokratie nehmen, wird überall in der Gemeinschaft im Kleinen wie im Großen sichtbar. Es geht dabei nicht nur um Rechte und Pflichten des Einzelnen. Es geht um soziale wie um kollektive Entwicklungsprozesse. Keiner wird damit allein gelassen. Mitbestimmung wird gefordert und gefördert zugleich.

Schloss Tempelhof

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