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OpenBikeSensor

Überholabstandsmessung für Radfahrende.

veröffentlicht: 14.08.2019 · Franziska Köppe | madiko
aktualisiert: 27.03.2021 · Franziska Köppe | madiko

Wir sind eine Gruppe von aktiven Alltagsradler:innen. Unser Ziel: Radfahren sicherer und populärer machen. Überall!

Wir stehen für Open Innovation, Open Source, Open Data & Open Science. Wir sind der Teil der OpenBikeSensor-Community, der sich um die Umsetzung des Vorhabens im unternehmerischen Kontext einsetzt und schlagen die Brücke zur Kooperative EnjoyWork.

Foto: FAHRRADkultur: Alltagsradler
Ola Dusegard & madiko

OpenBikeSensor –

OpenScience für kleine und mittelständische Unternehmen

Wie oft passiert es uns, dass uns ein Auto beinahe vom Sattel holt? Auf dem Weg zur Arbeit oder zurück nach Hause sind es die Schrecksekunden, die die sonst so angenehme Fahrt ins Grauen wandelt. Viel mehr Menschen aus kleinen und mittelständischen Firmen (KMU) würden häufiger mit dem Rad Arbeitswege fahren, wenn sie nicht um ihr Leben fürchten müssten. Und genau da setzen wir an. Wir wollen mit Freude und eigener Muskelkraft unterwegs sein.

Was wir alle kennen, überprüfen wir nun wissenschaftlich. Dazu hat die OpenBikenSensor-Community, der auch wir angehören, einen Sensor entwickelt, der den Abstand misst und Überholmanöver Geodaten zuordnet. Wo ist es sicher? Wo nicht? Welche Uhrzeit? Welche Strecken? Der Sensor soll helfen, das zu erkennen und zu belegen.

Hilfe zur Selbsthilfe
für Alltagsradler:innen in KMU

Unser Ziel ist, Schwachstellen und Verbesserungspotenzial in der Verkehrsinfrastruktur aufzuzeigen und diese in Kooperation mit Stadtplanern, Ingenieurbüros und Unternehmer:innen zu beheben. Zudem wollen wir die gesellschaftliche Wirkung von Kampagnen wie beispielsweise #MitDemRadZurArbeit, #AnderthalbMeter (abgeleitet aus dem in Städten vorgeschriebenen Mindestüberholabstand) oder auch #Autokorrektur messen und evaluieren (Social Impact Measurement).

Gemeinsam mit Menschen aus KMU wollen wir für sichere Überholabstände und ein respektvolles Miteinander auf den Straßen werben. Wir leisten damit einen Beitrag zum Gesundheitsbewusstsein und Wohlbefinden in Unternehmen, was sich ebenfalls positiv auf die CO2-Bilanz unserer Wirtschaft auszahlen wird.

Quelloffen & schwarmintelligent,
frei verfügbar auch für die kommerzielle Nutzung,
offene Daten für individuelle Auswertungen

All das soll möglichst einfach in Eigenverantwortung umsetzbar sein. Denn um statistisch verlässliche OpenData zu erhalten, ist es wichtig, dass möglichst viele Alltagsradler:innen mit unseren Sensoren offene Daten erfassen. Mit den von allen gesammelten Daten wiederum lassen sich individuelle Auswertungen vornehmen; von Initiativen, Kommunen, Unternehmen und von Dir (Open Citizen Science).

Abstandsmesser am Fahrrad
misst Überholabstände

Zentrales Hilfsmittel und Namensgeber des OpenBikeSensors ist unser Überholabstandsmesser, ein kleines technisches Gerät am Fahrrad. Während der Fahrt misst er den Abstand nach links plus rechts (minus Lenkerbreite) und zeichnet die Fahrt via GPS auf. Überholmanöver kann die:der Radler:in per Taste am Lenker bestätigen. Nicht aufgezeichnet werden Fahrzeug- oder Personendaten der Überholenden. Uns geht es ausschließlich um die Seitenabstände zu anderen Verkehrsteilnehmer:innen.

Wir wünschen uns, dass unser Sensor von vielen genutzt und weiterentwickelt wird. Die Anleitung zum Selberbauen und Montieren ist für alle als Open Source verfügbar – auf der Website des OpenBikeSensor und quelloffen via Github.

Visualisierung der offenen Daten

Je mehr und regelmäßiger wir weltweit OpenData zu Überholmanövern von Radfahrenden sammeln, desto bessere statistische Auswertungen können wir entwickeln. Die OpenBikeSensor-Community entwickelt dazu beständig Forschungsfragen, die unser Entwickler-Team dann mit einem hohen Anspruch an HackerEthik in der Weiterentwicklung von Hard- und Software aufgreift und die Community mit Rohdaten einfährt.

Gemeinsam entwickeln wir für die offenen Daten zudem Visualisierungskonzepte (inklusive Visualisierungssoftware) und werten die Ergebnisse zusammen mit Forschungspartnern aus.

Narration & Kommunikation

Uns geht es jedoch nicht nur um die Technik. Ergänzend entwickeln wir gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Unternehmen und Kommunen regionale Aktionen, Kampagnen und Verkehrskonzepte. Wir gestalten Gesellschaft und leisten so einen Beitrag für mehr Lebensqualität in den Städten und auf dem Land.

Es wäre toll, wenn schon bald viele mitmachen, und wir so zusammen Bewegung in die Sache bringen.
Klingt interessant? Schau vorbei in unserem OpenBikeSensor Slack Workspace.

Wenn Dich die Konzepte rund um kleine und mittelständische FIrmen interessieren, nimm bitte mit Franziska Kontakt auf.

Weitere Informationen findest Du via
www.openbikesensor.org

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